Liebhaberzucht
Labradore vom Roringer Berg


Hier möchte ich unsere persönliche Hundegeschichte erzählen.

Mein Mann und ich sind mit Hunden groß geworden. Seit 2008 leben wir alleine mit unseren 3 Fellindern.

Ich habe immer mit Hunden gelebt.Unser Pudel Benji lebte mit uns und unserem Sohn 17  1/2  Jahre zusammen. Er  war für unseren Sohn der haarige Bruder, denn sie sind gemeinsam groß geworden. Für uns alle war es  eine schwere Zeit, als Benji über die Regenbogenbrücke ging. 

Mein Traum war immer ein großer Hund. Mein Mann kam 9 Monate nach Benji´s Tod auf mich zu und sagte, guck mal! Er hatte im Internet in Leinefelde einen 15 Wochen alten Labrador vom Züchter gefunden. Alle seine Geschwister waren schon ausgezogen. Nur er suchte noch ein Zuhause auf Lebenszeit. Es war Liebe auf den ersten Blick. 

So zog unser ANTON  in unsere Familie ein. 

Unsere kleine Schokokugel eroberte alle Herzen im Sturm. Ob beim Tierarzt oder im Alltag, Wir wurden  sooft angesprochen, was für ein hübscher, intelligenter und toller Hund Anton ist und ob wir züchten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir uns noch nie darüber Gedanken gemacht. Wir hatten von Anton eine  Ahnentafel  vom DRC Soltau. Der Gedanke reifte im Kopf und dann besuchten wir dort eine Ausstellung.  Auf einer Ausstellung lernten wir Gisela Hasselfeld kennen. Eine gestandene Züchterin, die seit 1999 züchtet. Mittlerweile ist es fast 11 Jahre her, und wir sind "Bestfriends". Ich habe so viel von Ihr gelernt und ich durfte bei ihren Geburten dabei sein. Wir reden über alles, diskutieren und sind dabei nicht immer einer Meinung. Das ist auch gut so.Jedoch sind wir uns über unsere Verantwortung gegenüber unseren Hunden bewusst und das ist ja das wichtigste. Man lernt ja nie aus. 

Wir fuhren von da na regelmäßig zu Ausstellungen. Nach erfolgreichen röntgen von HD und ED wurde Anton zuchttauglich  geschrieben. Aus persönlichen Gründen traten wir 2010 aus dem DRC Soltau aus und gingen in den MHZV. Dort sind wir noch heute und fühlen uns pudelwohl. Eigentlich wurde mir mit Anton erst bewusst wie bedingungslos ein Hund seine Liebe gibt und das Familienleben bereichert.

Wo wir mit unseren Fellkindern nicht erwünscht sind, bleiben wir weg. Anton seine Züchterin Margit Riethmüller  sagte mal zu mir:" Nun macht Anton das, was er schon gerne in der Welpenkiste gemacht hatte. Ihr gebt ihm die Möglichkeit sich auszutoben.....lach"  Es war eine intensive, unglaublich schöne Zeit, wofür wir sehr dankbar sind. Anton hat so sicher und souverän, bei ausgesuchten Züchtern, 9 Jahre für traumhaften Nachwuchs gesorgt. Bis auf 2 "Züchter" waren es durchweg positive Erfahrungen. 2013 kam Anton sein Sohn, Barny zu uns.  2 Jahre später wurde auch er Deckrüde.  Durch die Beiden durften wir so viele liebe Menschen kennenlernen. Ja und nun sind Anton und Barny seit 2018 im  wohlverdienten Ruhestand. 

Bis 2016 hatten wir noch keine eigenen Welpen. Ich hatte schon lange den Traum von einer eigenen Zucht. Ich wollte erleben,  wie Hundeleben entsteht. Wie jeder einzelne sich entwickelt, seine Persönlichkeit zeigt. Wie die Hündin dir vertraut,  das du sie beschützt! Das du auf sie aufpasst, das ihr nichts passiert! Da entstehen so viele Glückshormone wenn du siehst, allen geht es gut. Wenn du ca. 500g Hund in deiner Hand hälst das so zerbrechlich ist. Deine Hündin müde von der anstrengenden Geburt, sich stolz um ihre Kinder kümmert! Da geht einem das Herz auf und man saugt jede Minute in sich auf. Das will man immer wieder erleben. Dann findet man tolle Familien die den Hund auf Händen tragen, so wie er es verdient. Ich muss sagen  ich ziehe den Hut vor all den Züchtern, die mit dieser Leidenschaft und voller Hingabe züchten. Es ist eine große Verantwortung die man hat. Die ersten 8 Wochen (Prägephase) sind der Grundstein für ein gesundes, glückliches und souveränes Hundeleben. Das ist viel Arbeit . 

Ich danke unserem Sohn und seiner Familie das sie mir diesen Wunsch erfüllt haben. Das ich das erleben durfte und immer wieder jetzt erleben werde. Das war nur möglich weil sie eine Labradorhündin, die Emma haben.  Aus diesem Grund  heißt heute unser Zwinger  "vom Roringer Berg". Mit Emma fing alles an. und sie wohnte zu diesem Zeitpunkt mit unserem Sohn und Familie in Roringen auf dem "Roringer Berg".  Emma hat 2016 das erste mal von Anton Welpen bekommen. Als  wir 2018 nochmals unsere Emma mit Anton verpaart haben, war es die letzte Chance eine direkte Tochter unserer geliebten (gemeinsamen) Fellkinder zu bekommen. Als Emma 2018 mit 7 Welpen trächtig war, gab es kein halten. Unsere Zucht sollte ja nicht beendet sein und so behielten wir unsere Erstgeborene aus dem Wurf. Es war Anton sein letzter Wurf, und der Kreis schloss sich! Die Jungs bekamen einen Hormonchip und waren raus aus der Zucht. Der Name Mila  stand schon lange für mich fest.  Als sie am 20.11.2018 um 11.01 Uhr geboren wurde, bekam sie ihren Namen Baghira-Mila vom Roringer Berg. Nun hoffen wir das mit ihr unsere kleine liebevolle Zucht 2021 weitergeht.

Das ich heute meinen Traum leben kann verdanke ich meinem geliebten Mann. Ohne ihn und die gleiche Liebe zu unseren Hunden und der Rasse, könnte ich meinen Traum nicht jeden Tag leben.

ANTON ist die Hundeliebe meines Lebens! Danke mein Dicker, du bist der Beste Hund der Welt...knutsch


Ich möchte alle Hundemenschen nun noch etwas zum Nachdenken geben. Es bleibt jedem ja überlassen, was er daraus macht.

Die Entscheidung einem Hund ein zuhause zu geben, sollte sehr gut überdacht werden. Denn wenn alles gut geht, wird der Hund für die nächsten 12 bis 15 Jahre ein Teil der Familie sein. Man sollte sich überlegen ob man bereit ist dem Hund die Aufmerksamkeit und die Zeit zu widmen, die er benötigt. Eine konsequente, liebevolle Erziehung ist notwendig. Nur so herrscht später im Alltag Eintracht zwischen Mensch und Hund. 

 Ist er nicht erzogen, hängt der Haussegen schief.  Vielleicht sagt man, man kann nicht ein Baby mit einem Welpen vergleichen. Ich sage genau das sollte man tun. Es sind beides Lebewesen die unsere Hilfe brauchen um groß zu werden. Ein Kind muss man erziehen, einen Hund auch! Wenn ich was falsch mache, trage ich dafür die Verantwortung. Nun kommt der Unterschied! Funktioniert das Kind nicht, holt man sich Hilfe. Funktioniert der Hund nicht, wird er abgeschoben (Tierheim) oder weggesperrt. Ein Kind gibt man doch auch nicht weg, warum dann einen Hund. Passiert etwas unvorhergesehenes wie z.B Trennung, Umzug...geb ich dann mein Kind weg? NEIN. Warum aber den Hund? Deshalb meine ich , ich sollte vor dem Kauf eines Hundes überlegen ob ich bereit bin diese Verantwortung zu übernehmen.  Der Hund vertraut uns, er liebt uns und für ihn bricht die Welt zusammen,  wenn er abgeschoben wird. Ganz ehrlich, wenn mir jemand meine Fellhasen wegnehmen würde, würde ich töten! Wie bei meinen Kindern.  Das gleiche ist wenn wir verreisen. Natürlich geht es vielleicht nicht immer mit Hund. Aber er versteht nicht, warum er nicht mit darf. Dann soll er noch in eine Tierpension. Allein der Gedanke daran lässt mich erschaudern. Sind dann nicht vielleicht auch Familienmitglieder bereit ihn mal zu nehme?. Das kann man vorher klären. Natürlich nur, wenn er auch erzogen ist....grins. 

Oder warum bekommt ein Hund schlechtes Futter? Teuer ist nicht gleich super. Gutes Futter ist die Grundlage eines gesunden Hundelebens. Mir stellen sich immer die Nackenhaare hoch, wenn ich bei den Züchtern oder Besitzern das billigste/schrottigste Futter sehe. Warum macht man sich darüber keine Gedanken? Wir gucken doch auch darauf, was wir und unsere Kinder zu essen bekommen. Warum nicht bei unserenTieren. 

Ich bin der Meinung wir  haben nicht das Recht uns über die Tiere und die Natur zu stellen. Aber wir tun es sooft.